Pfarrbrief

 

GRUSSWORT PFARRBRIEF NOVEMBER 2021
PFARRER ARDUINO MARRA

„Alles hat seine Stunde“ - heißt es im Buch Kohelet. „Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“ (Koh 3,1). Was Sie jetzt in Ihren Händen halten, ist die letzte Ausgabe des Pfarrblattes der Katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu. Denn ab Dezember wird schon die Erstausgabe des neuen Pfarrbriefes in den Druck gehen, der auch einen Namen hat: Johannesbote.

An dieser Stelle möchte ich im Namen der Vorgänger, aber sicherlich auch im Namen der Gemeindeglieder, einen ganz herzlichen Dank an alle aussprechen, die an der aktuellen Form dieser Nachrichten kurz nach der Fusion der Pfarrgemeinden St. Judas Thaddäus und Herz Jesu gewirkt, gearbeitet und gebastelt haben. Besonders möchte ich Herrn Lindhorst erwähnen, der praktisch über all die Jahre bis vor wenigen Monaten zusammen mit Frau Hirschmann das Redaktionsteam bildete und die treibende Kraft war zur Ausgabe dieses wichtigen Informationsmediums. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ natürlich auch an die Damen und Herren, die mit großem Fleiß all die Jahre hinweg das Blättchen in gemütlicher Runde gefaltet haben. Hier sei besonders Frau Kentgens gedankt. Danke schön auch an all jene, die in großer Treue immer wieder Beiträge, Artikel oder Impulse verfasst haben. Das Pfarrblatt ist somit nicht nur eine Quelle der Information, sondern auch ein Beleg des Gemeindelebens und der Aktivitäten gewesen, das quasi als Chronik dienen kann. Belegexemplare sind im Archiv des Pfarrbüros hinterlegt. Ein Dank gilt auch den Inserenten, die durch ihren finanziellen Beitrag die Druckkosten in erheblichem Maße aufgefangen haben.

Der „Johannesbote“ präsentiert sich in einer ganz anderen Gestalt. Es ist ein Teil vorgesehen, in dem Informationen und Berichte aus dem Leben der neuen Großpfarrei enthalten sind, sowie die Gottesdienstorte und -zeiten. Es gibt dann vier weitere Teile, in denen Beiträge und Infos der einzelnen Gemeinden vorkommen sollen. Daher ist das neue Redaktionsteam, das sich aus Vertretern aller vier Standorte bildet, weiterhin auf Artikel der Gemeindeglieder angewiesen. Ich appelliere an all jene, die bislang ihre Beiträge eingereicht haben, es weiter zu tun und bitte weitere Personen, die an den unterschiedlichen Veranstaltungen, Initiativen oder Gottesdiensten teilnehmen und ein Händchen für das Schreiben haben, sich da auch mutig einzubringen.

In der ersten Ausgabe für Dezember/Januar werden auch die Gottesdienste für die Advents- und Weihnachtszeit aller Standorte aufgelistet sein, und zwar farblich unterschieden. Zudem gibt es … Lassen Sie sich überraschen!

Der Moment der Gründung der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. rückt immer näher. Das Pfarrbüro (künftig Pfarreibüro) am Standort Herz Jesu (künftig Pfarrkirche) wurde erneuert und technisch ertüchtigt. Die Dienstsitze aller hauptamtlich Tätigen wurden festgelegt und schon entsprechend besetzt. Die Wahlvorbereitungen sind voll im Gange. Die verwaltungstechnischen Formalitäten sind so gut wie erledigt. Es gibt viel Arbeit und an mancher Stelle wird es ganz schön hektisch. Bisweilen gehen die Dinge nicht so voran, wie erforderlich oder gewünscht. Unter den Gläubigen herrscht Beklommenheit bezüglich der Zukunft der Gemeinden. Verlustängste und Befürchtung verunsichern die Menschen - alles verständlich und nachvollziehbar. Die neuen Gremien werden sich in Kürze konstituieren und ihre Arbeit beginnen. Auch hier gilt es, sich neu zu finden.

„Alles hat eine Stunde… eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen“, heißt es im Buch Kohelet weiter. Wenn wir einander gegenseitig stützen, sei es im Gebet als in den Tätigkeiten, wenn wir uns von der Geisteskraft Gottes inspirieren und leiten lassen, wenn wir einander mit Wohlwollen und Achtsamkeit begegnen, wird der Aufbau auch gut gelingen. Nicht unbedingt, weil alles perfekt und effizient funktionieren, sondern weil die Gemeinschaft in Gott und untereinander gestärkt sein wird. Das wünsche ich uns allen.

Ihr Pfarrer Arduino Marra